Mansarddach

Beim Mansarddach sind die Dachflächen geknickt, d.h. der untere Teil der Dachhälfte hat eine steilere Dachneigung als der obere Bereich. Erfunden und zuerst verwirklicht wurden Mansarddächer in Frankreich. Der Grund dafür waren steuerliche Aspekte, denn die damalige Grundsteuer richtete sich nach der Anzahl der Vollgeschosse eines Wohnhauses. Durch die steileren unteren Dachflächen umging man der Definition eines Vollgeschosses und hatte trotzdem kaum Einschränkungen oder Platzverluste in den Dachgeschosswohnungen. 

 

Vorteile:

  • mehr Wohnfläche im ausgebauten Dachgeschoss, da die Dachschrägen wesentlich kürzer werden und so der Raum unter den Abseiten optimal als Stellfläche genutzt werden kann.
  • Freie Wahl der Eindeckungsmaterialien, z.B. Ton- Dachziegel, Beton-Dachsteine, Zink- oder Kupferblech, Naturschiefer

Nachteile:

  • Wenn zusätzlich Gauben eingebaut werden, erhält man eine sehr kleinteilige Dachkonstruktion, die durch ihre vielen Detaillösungen anfällig und wartungsintensiv wird.
  • eingeschränkte Nutzbarkeit für Solarenergie (Fotovoltaik und Solarthermie)
  • aufwändigere Dachkonstruktion, daher höhere Kosten

Weitere nützliche Informationen über Mansarddächer, andere Dachformen und sonstige Themen "rund um's Dach" erhalten Sie auf der Internetseite von dach.de.

 
 
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